Mögen Sie Bücher? Ich vermute es, Sie lesen schließlich den Blog einer Buchhandlung.
Erinnern Sie sich daran, wie ein Buch Sie zum letzten Mal so richtig gepackt hat? So, dass Sie es nicht mehr aus der Hand legen konnten und bis Mitternacht oder länger gelesen haben? Erinnern Sie sich, wie manche Kapitel so offen endeten, dass Sie als Leser sich fühlten, als ließe Sie der Autor hilflos über dem Abgrund hängen? Im Englischen nennt man ein solches Kapitelende: „Cliffhanger“.
Ich erinnere mich noch gut, wie mich Richard Adams mit „Unten am Fluss“ zwang, eine Seite nach der anderen umzuschlagen. Die Uhr zeigte nach Mitternacht, doch mit dem Ende jedes Kapitels zog er die Schlinge nur noch enger. Ich konnte nicht anders, als Seite um Seite umzuschlagen und zu lesen. Wenn ein Buch auf seinen Leser eine solche Auswirkung hat, spricht man von einem „Pageturner“. Übersetzt man diesen Ausdruck wortwörtlich ins Deutsche, entsteht das Wort „Seitenwechsler“.
Ein neues Kapitel
Immer wieder kommt die Frage auf, woher der Name „Seitenwechsel“ kommt. Es gibt verschiedene Bedeutungen, die unsere Inhaberin hier bereits erklärt hat. Doch am offensichtlichsten bedeutet „Seitenwechsel“, umzublättern.
Wären die letzten Monate in unserer Buchhandlung ein Roman, so wäre es wirklich ein Pageturner. Das Kapitel Alpha endete auf einem Cliffhanger. Geht es weiter? Wird es gelingen? Im September war es so weit: Das Kapitel „Seitenwechsel“ begann und brachte gleich seine ganz eigenen Herausforderungen mit sich.
Jetzt stehen wir am Anfang eines neuen Jahres. Wieder ein neues Kapitel im Buch. Das vorige hat mit Cliffhangern ja wirklich nicht gespart. Auch wir stehen immer noch vor vielen Fragen und hoffen, im Lauf dieses neuen Kapitels Antworten zu finden.
Der Autor unserer Geschichte
Ich spreche gerne über das Leben als ein Buch. Nicht nur, weil es ein schöner Vergleich ist, sondern vor allem, weil ich weiß, wer der Autor dieses Buches ist. Als Mitarbeiter einer christlichen Buchhandlung glauben wir fest daran, dass Gott unsere Schritte lenkt. Er schreibt eine ewige Geschichte – und das völlig ohne Rechtschreibfehler. Während wir umblättern, weiß er schon, was uns auf der nächsten Seite erwartet. Er kennt das nächste Kapitel, während wir noch an unseren Cliffhangern stehen.
Richard Adams eröffnet in „Unten am Fluss“ jedes neue Kapitel mit einem Zitat aus einem anderen Buch. Auch unserem neuen Kapitel ist ein Zitat vorangestellt: „Siehe, ich mache alles neu“. Gottes Versprechen für dieses Kapitel, die ganze Welt und jeden einzelnen von uns. Was er genau vorhat, verrät er – typisch Autor – mal wieder nicht sofort. „Ich kenne meine Pläne für euch“, spricht er im Buch Jeremia. Ab und an habe ich den Eindruck, er ergänzt: „Es reicht manchmal auch, wenn ich sie kenne“.
Unser neuer Buchblog: Ein Teil des nächsten Kapitels
Sie lesen den ersten Artikel dieses Blogs. Worum soll es hier eigentlich gehen?
Der Seitenwechsel-Blog ist auch Teil dieses neuen Kapitels. Hier möchten wir Sie mitnehmen, wenn wir weiterblättern. Viele Pläne und Ideen stehen im Raum. Wenn es an die Umsetzung geht, wollen wir Ihnen hier einen Einblick geben. Daneben werden verschiedene Mitglieder unseres Teams über Themen schreiben, die sie bewegen, sei es aus Glauben, Leben oder Literatur. Und natürlich auch über manche gedruckten Pageturner, die in unseren Regalen gelandet sind.
Ganz herzlich möchten wir uns bei allen bedanken, die uns unterstützen, ob mit gefalteten Händen oder vollgepackten Einkaufskörben. Wir hoffen, Sie kommen in diesem neuen Kapitel ebenfalls vor.
Wir blättern um – sind Sie dabei?
Erwähnte Bücher:
"Unten am Fluss" (Watership Down) - Richard Adams
Zahllose Abenteuer, falsche Freunde, Meuterei, Verrat und Heldentum – Ein moderner Klassiker der Abenteuerliteratur, in dem sich ein Kaninchenvolk auf die Suche nach einer neuen Heimat macht.
ISBN: 9783550202360 – 576 Seiten – Altersempfehlung: 13-99 Jahre
Bei Interesse können Sie das Buch gerne in unserer Buchhandlung bestellen.